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Barcelona Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer

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Artikel zugesandt von Website-Besucherin Helen Clayton aus Großbritannien, 13 Februar 2006

Wie üblich habe ich mir viel Stress bereitet da ich erwartet hatte, dass Rollstuhlbenutzer in dieser uns unbekannten Stadt viele Probleme haben würden, aber wir hätten uns wirklich keine Sorgen machen sollen.

Mein Ehemann nahm seinen kleinen elektrischen Motorroller nach Barcelona mit, und dieser erwies sich als unschätzbar. Die Bürgersteige waren praktisch alle mit Rampen versehen, sogar im alten Barri Gotic, und die verkehrsreichen Straßen zu überqueren hieß einfach nur auf das 'grüne Licht' warten, was auch automatisch nach ein paar Minuten Wartezeit aufleuchtete.

Zum ersten Mal in 20 Jahren stieg mein Ehemann in einen Bus ein, da die Rampe leicht bis auf Bodenhöhe hinunterkam und folglich einfachen Zugang erlaubte.

Die meisten der authentischen Bars und Cafes hatten eine kleine Stufe oder eine Rampe, und wenn die uns irgendeine Schwierigkeit bereitete, gab es immer genug Leute die gerne behilflich waren. Das neue Hafengebiet mit Rambla Del Mar war zugänglich, wie auch die meisten Teile des Eixample Bezirks oberhalb von Plaça Catalunya.

Barcelona war bei weitem die zugänglichste Stadt in Spanien, die wir je besucht haben und wir haben vor, oft wieder zurückzugehen, da es ein Genuss war, in einem Ort so voll historischer Gebäude und gleichzeitig mit soviel dynamischer Innovation zu sein.

Ich muß aufrichtig sagen, dass der Motorroller eine Menge neugierige Blicke anzog, aber das störte uns nicht, und nachdem ich einen Rollstuhl durch verschiedene Städte hatte schieben müssen, war es eine tolle Abwechslung, mir keine Sorgen wegen noch einer Rückenverletzung machen zu müssen!

Wir haben Park Güellnicht versucht, haben aber viele andere Plätze gut gehandhabt, und es gab nur sehr wenige Male, wo mein Partner aufgrund seiner Behinderung ausgeschlossen wurde.

In einem Museum erlaubte das Personal uns Zugang zu ihren Personalklos. Einer der Wächter hob meinen Mann mit großer Obacht und Geduld leibhaftig aus dem Motorroller heraus und in ihren erforderlichen Rollstuhl.

Die Taxifahrer wiesen meine Hilfe ab, luden den Motorroller in ihre Taxis rein und sprangen raus aus dem Taxi, um ihn abzuladen und nahe bei einem ebenen Platz abzustellen, sobald wir an unserem Ziel ankamen.

Dass mein Ehemann fließend spanisch spricht half viel, aber im Allgemeinen glaube ich dass Barcelona eine Stadt ist, die ihr Bestes tut, um so entgegenkommend wie möglich zu sein. Ich liebte es und kann es von Herzen empfehlen (nach sorgfältiger Forschung nach Hotels und Zimmern für Körperbehinderte).

Vermerk des Herausgebers: Danke, Helen, dafür dass du deinen Bericht geschickt hast. Deine Erfahrungen und dein Feedback wird vielen Leuten, die Barcelona besuchen, sehr zugute kommen.


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